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Fahrzeug Setup

am Do Mai 03, 2018 2:55 pm
Hier noch mal einige Tips zum Einstellen von eurem Fahrzeugsetup. Ich fand es sehr hilfreich. Das ganze wurde von "ghostskills" für das "Brause Racing Team" bereitgestellt. Zwar ist es noch aus GT 6, grundlegend hat sich in GT Sport nicht viel geändert. Beim Setup geht es meistens um physikalische Vorgänge. Mir hat es jedenfalls geholfen. Einen Link dazu findet ihr hier: Brause Racing Team Setup Guide


GRAN TURISMO 6 MODIFIZIEREN UND EINSTELLEN
Grundlegende GT6 Tipps für Einsteiger (v01.14):


Autor: ghostskills
Bereitgestellt für: Brause Racing Team


Getriebe:
Durch Änderung der Getriebeübersetzung könnt Ihr eure Motorleistung auf die Höchstgeschwindigkeit oder auf die Beschleunigung umverteilen. Die Gesamtübersetzung ist streckenspezifisch zu wählen und sollte so eingestellt werden, dass auf der längsten Geraden der höchste Gang fast* ausgefahren werden kann
(* etwas Spielraum lassen für Windschattenfahrten, etwa 10 km/h).

Fahrwerk:
Wenn Ihr eure Boliden in Extremsituationen bringt, ist es wichtig, durch ein gut abgestimmtes Fahrwerk unterstützt zu werden, um die Stabilität zu erhalten und die Wendigkeit zu verbessern. Neue Abstimmung der Federung und Dämpfer kann den Charakter des Autos völlig verändern. Tuning des Fahrwerks bedeutet zwangsläufig Komfort für Geschwindigkeit zu opfern. Je tiefer, also je näher die Karosserie dem Boden ist, desto niedriger ist der Schwerpunkt und desto stabiler ist das Verhalten. Nicht zu tief legen, sonst setzt der Wagen auf (in Wiederholungen gut zu beobachten) was sofort Minderung der Bodenhaftung zur Folge hat.
Wagen mit großen Heckspoilern sollten wegen des Anpressdrucks hinten etwas höher als vorne liegen. Härtere Federung sorgt für weniger Neigung der Karosserie beim Beschleunigungen, Bremsen und Kurvenfahren. Ist das Fahrwerk allerdings ZU hart verliert ihr Antriebskraft, da sich das Fahrwerk nicht mehr ausreichend dem Untergrund anpasst, sondern versteift. Die besten Ergebnisse sind auch hier streckenspezifisch eingestellt. Die Federung weicher einstellen, um Grip zu verbessern.

Härter >> + Stabilität (weniger Karosserieneigung)
Weicher >> + Grip (mehr Haftung der Reifen)


Aerodynamik:
Aerodynamikteile werden oft aus rein optischen Gründen angebracht, aber richtig eingesetzt sind sie ein wesentlicher Bestandteil der perfekten Abstimmung. Gut abgestimmte Aerodynamik wird den Luftwiderstand reduzieren. Die Einstellung des Abtriebs erzeugt entweder eine Verbesserung der Stabilität und eine Maximierung der Greifleistung der Reifen (Wert erhöhen), oder aber die Verbesserung der maximalen Endgeschwindigkeit (Wert verringern). Unsachgemäße Abstimmung kann das Fahrverhalten sogar verschlechtern.

Hohe Aerodynamik >> zusätzliche Bodenhaftung / weniger Höchstgeschwindigkeit

Niedrige Aerodynamik >> weniger Bodenhaftung / mehr Höchstgeschwindigkeit

Generell:
Untersteuern >> Wagen „schiebt“ geradeaus trotz Lenkbewegung
Übersteuern >> Heck des Wagens „bricht aus“


Antriebsarten (Schwachstellen, Stärken und Tuningfokus):

FR:
Bei guter Gewichtsverteilung, bieten Frontmotor-Heckantrieb Autos erstklassige Kurvenlage und Stabilität. Beim Einstellen wäre zu empfehlen die Traktion der Hinterräder zu erhöhen, sodass das Heck beim Beschleunigen nicht übersteuert. Da die Vorderachse beim Beschleunigen entlastet wird (Bodenhaftung wird reduziert), sollte beim Setup vorne auf Vermeidung von Untersteuerung geachtet werden.

FF:
Bei Frontmotor-Frontantrieb Autos sind die Vorderreifen sowohl Lenk- und Antriebsräder. Schnell neigt man dazu die ganze Aufmerksamkeit beim Einstellen auf sie zu ziehen, jedoch sollte man das Heck nicht unterschätzen. Auf einem Hochgeschwindigkeitskurs sollte hinten auf Stabilität gesetzt werden, während auf einem Kurs mit vielen scharfen Kurven dem Heck leichtes Übersteuern gestattet werden sollte. FF Wagen bieten sehr gute Bremsleistung, müssen jedoch, auf Grund ihrer Anfälligkeit für Untersteuern in Kurven, unbedingt früh genug gebremst werden.

MR:
Wagen mit Mittermotor-Heckantrieb haben bauartbedingt (Schwerpunkt in der Mitte) eine gute Beschleunigung und Bremsleistung. Auch scharfe Kurven sind gut fahrbar, aber ans Limit gebracht, kann die geringere Belastung vorne zum Untersteuern führen. Das Heck rutscht ebenfalls sehr schnell und ist nicht so einfach zu kontrollieren. Beim Setup ist auf Kurvenlage bei Kurveneinfahrt und auf Traktion beim Herausbeschleunigen zu tunen. Auch die Aerodynamik vorne und hinten sollte sorgfältig darauf ausbalanciert sein und spielt bei MR Fahrzeugen eine wichtige Rolle.

RR:
Eine Kombination von Heckmotor und Heckantrieb ergibt sehr gute Beschleunigung und Bremsleistung, allerdings lastet noch weniger Gewicht auf der Vorderseite des Wagen als in einem MR-Fahrzeug, so dass Untersteuern während der Kurvenfahrt fast vorprogrammiert ist. Das Heck des Fahrzeug verhält sich im Gegenzug bei Kurvenfahrten am Limit wie ein Pendel und kann jederzeit auch plötzliches Übersteuern verursachen. Bei RR-Fahrzeugen sollte das Setup in der Regel die Kurveneintritts-Fähigkeit fokussieren.

4WD:
Ein 4WD bietet optimale Kraftübertragung was sich vor allem in den unteren Gängen gegenüber der Heck und Front Triebler in bedeutend besserer Beschleunigung bemerkbar macht. Auf den ersten Blick sind 4WDs leichter zu fahren als die Konkurrenz aber generell ist Kurvenfahren mit einem 4WD schwerer (jeder Hecktrieb-Profi wird euch das bestätigen!) aufgrund seiner extrem hohen Steifigkeit. Setups sollten (und müssen unbedingt) auf Lenkfähigkeit und Kurvenaustritt eingestellt werden.

Streckenspezifische Grundeinstellungen:
Grundlegend könnt ihr euch an diesen Tabellen orientieren, allerdings müsst ihr eure Antriebsart und das Gewicht eures Boliden berücksichtigen. Dadurch können sich die Setups erheblich verändern! Begriffe nicht extrem nehmen: Weich heißt nicht butterweich, Hart heißt nicht knüppelhart, usw...

Weicher Bereich wäre die untere Hälfte, harter Bereich die obere Hälfte des Einstellbalkens.


Reifen:
Jedem selbst überlassen, aber zum Einstellen sind SPORT HART zu empfehlen, selbst wenn ihr später bessere Reifen fahrt. Das finale Setup ist präziser als eines, dass auf Rennreifen erstellt wurde.

Aufhängung:
Bodenfreiheit:
Je nach Beschaffenheit der Strecke so tief wie möglich, allerdings unbedingt Aufsetzer vermeiden. Unterschiedliche Höhen vorne und hinten können Antriebsabhängig zum Feintuning beitragen. Bei FF Autos kann z.B. Untersteuern beim Kurven-Rausbeschleunigen verringert werden, wenn man vorne etwas tiefer legt als hinten.

Federweg:
Fahrzeugschwerpunkt etwas härter einstellen. Je ebener, desto härter!! Hart wäre ab der Hälfte des Einstellbalkens aufwärts, weich wäre die darunter.

Fahrzeug Übersteuert: (eventuell) VORNE ZU HART
Fahrzeug Untersteuert:(eventuell) HINTEN ZU HART

Stoßdämpfer (Zusammenziehen):
Niedriger Einstellen als die Ausdehnung! (Vorsicht Falle: Bei GT5 waren die beiden Punkte anders herum!!)

Vorne mehr als Hinten --> begünstigt Untersteuern
Vorne weniger Hinten --> begünstigt Übersteuern

Stoßdämpfer (Ausdehnung):
Muss passend zur der Federrate eingestellt werden. Harte Federn erfordern harte Dämpfer. Allgemein sollte die Ausdehnung immer etwas höher als die Kompression (Zusammenziehen) eingestellt werden. Bei weichen Federn nicht zu hoch einstellen!

Stabilisatoren:
nsgesamt passend zum Federweg einstellen. Stabilisatoren stellen nur den finalen Tropfen beim Setup dar und sollten auf keinen Fall zur Problembekämpfung genutzt werden (dazu sind die Federn und Stoßdämpfer da!!)


Radsturz (-):
Keine utopischen Werte einstellen! Vorne etwa 0 bis 3,0. Hinten etwa 0 bis 2,0. Bei Untersteuern Vorne höher einstellen als Hinten, ansonsten etwa gleich.
Vorteile:
- mehr Bodenhaftung in Kurven
Nachteile:
- geringere Endgeschwindigkeiten
- längerer Bremsweg
- höherer Reifenverschleiss

Spur:
Die Spureinstellung spielt große Auswirkungen auf die Stabilität des Fahrverhaltens und kann viele Mängel beheben! Ein steiler Spurwinkel verursacht eine Menge Widerstand, so dass Anpassungen immer sehr klein gemacht werden sollten. Änderungen des Spurwinkels der Hinterräder haben besonders großen Einfluss auf die Antriebsleistung und das Handling, sodass der Winkel der Vorderräder in der Regel zuerst eingestellt wird, und nur sehr geringe Anpassungen am Heck gemacht werden sollten.


Bremsbalance:
Rundstrecke: Vorne mehr als Hinten (z.B. 8/6) --> Stabiles Bremsverhalten
Rallye / Drift: Hinten mehr als Vorne (z.B. 6/Cool --> Instabiles Bremsverhalten, Ansatz zum Drift

Antrieb (Getriebe):
Generell so einstellen,das ihr auf der gewünschten Strecke auf der längsten Geraden den höchsten Gang voll ausfahren könnt. Etwas höher, falls man Windschatten Fahrten einkalkuliert.

Antrieb (Differenzial):
Anfangsdrehmoment:
- Je höher, desto mehr profitiert ihr vom Differential

- Je niedriger, desto mehr Lenkfähigkeit.

Beschleunigungsempfindlichkeit:
- Je höher, desto mehr ähnelt euer Fahrzeug einem KART.
- Begünstigt die Traktion beim Kurvenaustritt.

- Je niedriger, desto besser das Einlenkverhalten.

Bremsempfindlichkeit:
- Je höher, desto mehr Motorbremse ist vorhanden (kürzerer Bremsweg)

- Je niedriger, desto besser das Einlenkverhalten.

Heißt im Prinzip: Solange ihr mit dem Einlenkverhalten eures Boliden zufrieden seit, könnt ihr die Kraftübertragung verbessern indem ihr die Differentialwerte solange erhöht bis euer Lenkverhalten leidet. Dann die unterschiedlichen Werte senken bis ihr die goldene Mitte gefunden habt. Das kann unter Umständen sehr lange dauern und erfordert Fingerspitzengefühl und gute Nerven.

Karosserie:
Abtrieb:
- Je höher, desto mehr Bodenhaftung

- Je niedriger, desto mehr Höchstgeschwindigkeit

Folgende Tabelle verdeutlicht, was passiert wenn ihr die Stufen anpasst:
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Weitere Links für Fahrzeugsetups

am Do Mai 03, 2018 2:58 pm
Im Forum von GTTempel findet ihr ebenfalls noch hilfreiche Tipps und Guides.
Link: GTTempel - wie bestimmt ihr euer Fahrzeugsetup?
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